Kanton Zürich
Impressionen aus dem Schulalltag

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von Silvie Spiess am 25. Apr. 2012

Kinder und Jugendliche verbringen einen grossen Teil ihrer Freizeit auf sozialen Netzwerken wie z.B. Facebook. Gemäss einer Umfrage der Pädagogischen Hochschule Zürich besitzen knapp 75 Prozent der Sekundarschülerinnen und -schüler einen Facebook-Account und 22 Prozent (5. Klasse) bzw. 35 Prozent (6. Klasse) der Primarschülerinnen und -schüler.

Davon halten sich rund 70 Prozent täglich auf Facebook auf, die meisten von ihnen bis zu zwei Stunden. Die Hauptaktivitäten dabei sind Chatten (97 Prozent), Profile anschauen (84 Prozent) sowie Liken (81 Prozent). Etwas mehr als ein Drittel von ihnen hat zwischen 300 und 500 Freunde auf Facebook

Die Kinder und Jugendlichen sind sich bewusst, dass das virtuelle Leben im Internet auch seine Schattenseiten haben kann. Entsprechend vorsichtig gehen sie gemäss eigenen Aussagen darum auch mit den Privatsphäreneinstellungen auf Facebook um. Die meisten von ihnen machen ihr Facebook-Profil nur Facebook-Freunden zugänglich, ebenso geben sie an, ihre Facebook-Freunde aus dem realen Leben zu kennen.

Diese Umfrage bestätigt die früheren Ergebnisse der JAMES-Studie, dass soziale Netzwerke im Allgemeinen und Facebook im Speziellen einen sehr grossen und prominenten Platz im Leben der Kinder und Jugendlichen einnehmen.

Entsprechend ist auch der Wunsch der Lehrpersonen vom Schulkapitel im Winter 2012 mehr als verständlich und nachvollziehbar. Sie haben gefordert, dass es ergänzend zum bereits bestehenden Lehrmittel «Medienkompass» auch eine Einheit zum Thema soziale Netzwerke bzw. Facebook geben soll. Der «Medienkompass» ist in seiner ersten Auflage im Jahr 2007 erschienen, Facebook ist jedoch erst seit 2008 auch auf Deutsch verfügbar und hat erst in den letzten Jahren bei jüngeren Usern anteilmässig stark zugelegt. Bei der Konzeption und Erarbeitung des Lehrmittels waren die sozialen Netzwerke deshalb noch kein Thema.

Der Lehrmittelverlag hat dieses Bedürfnis aufgegriffen und in Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule Zürich ein entsprechendes Dossier verfasst.  Das Dossier kann hier kostenlos heruntergeladen werden. Im umfangreichen Dokument wird aufgezeigt, in welchen Einheiten Bezüge zu den sozialen Netzwerken möglich sowie wünschenswert sind und wie eine entsprechende, konkrete Aufgabe für die Schülerinnen und Schüler aussehen kann. 

Obwohl Facebook im «Medienkompass» namentlich nicht erwähnt wird, lassen sich damit nahezu sämtliche Chancen und Risiken dieses beliebten sozialen Netzwerks im Unterricht aufgreifen und behandeln.

Für interessierte Lehrpersonen und Schulteams bietet die Pädagogische Hochschule Zürich in Zusammenarbeit mit der Bildungsdirektion des Kantons Zürich kostenlose Lehrmitteleinführungen zum «Medienkompass» an.

 

Website Medienkompass
www.medienkompass.ch

Weitere Informationen zu den kostenlosen Lehrmitteleinführungen